Gemeindelehre

Die 4 Grundlagen der Gemeinde nach Apostelgeschichte 2,42 

A) Lehre der Apostel

In Epheser 2,20 heißt es, dass die Gemeinde aufgebaut ist, auf der Grundlage der Apostel und Propheten. Demzufolge ist die Bibel, die geschrieben worden ist von Propheten und Aposteln, das Fundament der Gemeinde Gottes – aber auch der Gläubigen. Tatsächlich legt die Heilige Schrift selbst Zeugnis davon ab, dass sie die geschriebene Offenbarung Gottes an die Menschen ist. Alle 66 Bücher der Bibel sind durch den Heiligen Geist eingegeben worden und sie erheben den Anspruch von Irrtumslosigkeit und Unfehlbarkeit. Somit ist die Bibel Wort für Wort eingegeben worden, was allgemein als Verbalinspiration bezeichnet wird.  

“Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist, Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.” 2. Petrus 1,20-21 

Obwohl sich Gott verschiedenster Menschen bediente, darunter Hirten, Könige, Ärzte und Fischer, und somit einen individuellen Charakter der Schrift schuf, blieb er allein Autor derselben. 

“Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.” 2. Samuel 23,2 

Weil die Heilige Schrift eine für immer allgemein gültige Wahrheit darstellt, wollen wir sie in den Mittelpunkt unserer Gemeinde stellen.  

“Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.” 2. Timotheus 3,16-17 

Dazu wird in sonntäglichen Gottesdiensten die Schrift gelesen und durch eine Predigt soll eine geistliche Erbauung der Menschen stattfinden. Gleiches gilt für die Bibelkreise während der Woche, in denen oft biblische Bücher Vers für Vers abgehandelt (ausgelegt) werden. 

“Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.” Römer 10,17 

B) Gemeinschaft

Die Gemeinschaft aller Gläubigen in Jesus Christus ist eine zentrale Säule der neutestamentlichen Gemeindelehre. Bereits im Alten Testament wird das Zeugnis der Gemeinschaft unter Brüdern (Psalm 133) gerühmt. Ausdrücklich betont die Bibel im Neuen Testament, dass alle Trennungen und Schranken unter den Gläubigen beseitigt worden sind. Folglich können Christen untereinander und miteinander Gemeinschaft haben.

“denn ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus; denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen. Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.” (Galater 3,27-28)

So legen wir als Gemeinde auch Wert darauf, dass es kein Ansehen der Person gibt, d.h. keinerlei Schranken (Abstammung und Herkunft, sozialer Status, Geschlecht) in der Gemeinde Jesu Christi weiterbestehen dürfen

“… dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, …” (Epheser 2,12-14)

Davon ausgehend, dass Jesus Christus der Herr ist, und wir untereinander Brüder und Schwestern sind, treffen wir uns zu den verschiedensten Veranstaltungen. Wir finden Gemeinschaft in Gebetskreisen, in Bibelkreisen, im sonntäglichen Gottesdienst mit Mahlfeier, bei Freizeiten und gemeinsamen Mahlzeiten und als Schwestern zum Frauenfrühstück etc.

“Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam;”
(Apostelgeschichte 2,44a)

Gottesdientsraum

C) Brechen des Brotes

Jede Woche feiern wir das Abendmahl. Diese sonntägliche Mahlfeier während des Gottesdienstes, ist all denen gegeben, die an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind und ihn als Herrn und Heiland anerkennen. 

“Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen” Apostelgeschichte 20, 7a 

Es ist ein Mahl des Gedächtnisses, in dem wir die Person Jesu Christi und sein vollbrachtes Werk in die Mitte stellen und dadurch Jesus Christus lobpreisen und anbeten.  

“Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus?” 1. Korinther 10, 16 

“und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.” 1. Korinther 11, 24-26 

Aufgrund der uns allgemein verordneten Priesterschaft, sind während der Mahlfeier die Gläubigen aufgerufen einen Gedanken oder ein Gebet zur allgemeinen Erbauung einzubringen.  

“Wie ist es nun, ihr Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Sprachenrede, eine Offenbarung, eine Auslegung; alles lasst zur Erbauung geschehen!” 1. Korinther 14,26 

 

D) Gebete

Ausdrücklich spricht hier das Wort Gottes in der Mehrzahl von den Gebeten. Oftmals fordert uns ja die Schrift auf, all unsere Nöte und Anliegen Jesus Christus im Gebet vorzulegen.  

“Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.” Philipper 4,6 

Neben dem individuellen Gebetsleben kennt die Bibel das Gebet von Zweien.  

“Weiter sage ich euch: Wenn zwei von euch auf Erden übereinkommen über irgendeine Sache, für die sie bitten wollen, so soll sie ihnen zuteilwerden von meinem Vater im Himmel.” Matthäus 18,19 

Im Besonderen weiß die Schrift auch um das Gebet der Gemeinde.  

“Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.” Apostelgeschichte 1,14 

Dem tragen wir Rechnung, indem wir zu verschiedenen Zeiten und unterschiedlichen Tagen in der Woche Gebetskreise anbieten. Die Geschwister sind aufgefordert, der Leiterschaft ihre Gebetsanliegen mitzuteilen. 

“Und als sie es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist.” Apostelgeschichte 4, 24